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Vico Merklein wird zweifacher Vizeweltmeister

Bei den Handbike-Weltmeisterschaften im kanadischen Baie-Comeau hat Vico Merklein (GC Nendorf/Team Sopur) in der Startklasse MH3 sowohl im Zeitfahren als auch im Straßenrennen jeweils die Silbermedaille gewonnen. Stefan Bäumann (BPRSV Cottbus) landete in der Startklasse MH2 im Zeitfahren auf Rang zwölf und im Straßenrennen auf Rang zehn.
„Meine Leistungen haben sich stark verbessert, weshalb ich mir die Goldmedaille vorgenommen hatte. Im Moment fühlt sich Silber in beiden Rennen noch wie eine Niederlage an“, sagte Vico Merklein enttäuscht. Dem unglaublich starken Polen Rafal Wilk musste der 36-Jährige in beiden Wettbewerben den Vortritt lassen. Und das, nachdem insbesondere das Straßenrennen über 69,1 Kilometer lange Zeit ein Kopf-an-Kopfrennen gewesen war. Erst in Runde sechs von acht musste der Nendorfer schließlich abreißen lassen. „Es war keine Zusammenarbeit sondern von Beginn an der reinste Kampf, bei dem wir uns insbesondere an den Anstiegen nichts geschenkt haben“, meinte Merklein. Im Endeffekt spielten aber gerade diese zwei Kilometer langen Anstiege dem etwa zehn Kilogramm leichteren Wilk in die Karten. Dritter wurde Joel Jeannot (Frankreich) mit fünf Minuten Rückstand auf den Deutschen.
Im Zeitfahren auf gleicher Strecke über 17,3 Kilometer hat Vico Merklein hingegen einmal mehr seine außergewöhnliche Fitness unter Beweis gestellt. Die Renneinteilung war geradezu vorbildlich, beide Runden in etwa gleich stark, wobei Merklein die zweite Runde so schnell wie der spätere Sieger fuhr. „Mein Körper war zu 100 Prozent vorbereitet“, sagte Merklein. Am Ende reichte es dann aber doch nicht ganz. „Das war von Rafal Wilk eine ganz starke Leistung, das muss man einfach akzeptieren“, sagte Trainer Dr. Ralf Lindschulten und betonte: „Um Vicos Leistung zu schlagen, muss man schon etwas ganz Großes leisten. Wilk ist auf jeden Fall verdient Weltmeister geworden.“ Dritter wurde Nigel Barley (Australien).
Stefan Bäumann, der zweite von Dr. Ralf Lindschulten betreute deutsche Athlet, war von seinem Abschneiden in beiden Wettbewerben sehr enttäuscht. „Ich habe besonders beim Zeitfahren über 17,3 Kilometer meine Leistungen einfach nicht abrufen können“, sagte er. Und auch im Straßenrennen über 60,5 Kilometer klappte es nicht, wie geplant. Nachdem der 43-Jährige über die ersten zwei Runden noch in der Spitzengruppe mitgefahren war, musste er mit der folgenden Tempoverschärfung abreißen lassen und schloss sich der Verfolgergruppe an, um mit dieser wieder an die Spitze heranzufahren. Dieses Vorhaben misslang jedoch. „Am Berg sind sie plötzlich schneller gefahren, als die Spitzengruppe, was meine gesamte Taktik über den Haufen geworfen hat“, meinte der Cottbuser. Im Endeffekt habe ihm für beide Rennen die Grundlagenausdauer gefehlt, um bei hohem Tempo den Anschluss halten zu können. „Mein Ziel ist es, künftig mit einer deutlich besseren Grundlagenfitness an den Start zu gehen. Dann klappt es auch nach hinten ‚raus besser“, sagte Bäumann, der erst seit April dieses Jahres von der Hannoverschen Praxis für Trainingsplanung, Leistungsdiagnostik und Gesundheitsmanagement unter der Leitung von Dr. Ralf Lindschulten betreut wird. Wie erfolgversprechend die Trainingsplanung des Trainers ist, zeigen die insgesamt vier Silber- und eine Bronzemedaille sowie zwei vierte Plätze bei den Weltmeisterschaften. Da sollte auch die Perspektive für Stefan Bäumann eine positive sein.
Die Ergebnislisten sind unter www.handbikesport.de zu finden.

Siegerehrung Strassenrennen_WM_2013

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