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Vico Merklein gewinnt Weltcup-Silber

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt Dr. Ralf Lindschulten auf die Ergebnisse seiner Athleten, die diese am Wochenende beim Para-cycling Weltcup in Matane, Kanada errungen haben. Vico Merklein (GC Nendorf/Team Sopur) freute sich im Einzelzeitfahren der Startklasse MH3 über die Silbermedaille, während er das Straßenrennen aufgrund eines technischen Defekts nicht beenden konnte. Stefan Bäumann (BPRSV Cottbus) wurde im Einzelzeitfahren der Startklasse MH2 Siebter und im Straßenrennen aufgrund eines taktischen Fehlers nur Zehnter.
Einzelzeitfahren
Vico Merklein lieferte ein annähernd perfektes Einzelzeitfahren ab. Nach fünf Trainingswochen ohne abschließenden Test ging er hochmotiviert und dennoch vorsichtig in den Wettkampf mit einer anspruchsvollen, weil windanfälligen Strecke. Zu vorsichtig, wie sich am Ende zeigte, als die Anzeige ihn mit seiner Zeit von 25:05,72 Minuten hinter dem Polen Rafal Wilk (24:33,91 min.) und vor dem Australier Nigel Barley (25:23,87 min.) auf den zweiten Rang einsortierte. In der letzten von zwei Runden über die 16,6 Kilometer gelang es Merklein, seine Wattleistung noch einmal zu steigern, was zeigt, dass er die erste Runde durchaus druckvoller hätte angehen können. „Ich bin trotzdem sehr glücklich, weil ich im Vorfeld nicht genau wusste, wo ich mit meiner Leistung stehe. Für die Weltmeisterschaften war dieses Rennen ein gelungener Test.“
Stefan Bäumanns Rennverlauf gestaltete sich genau umgekehrt. Während er mit seiner erster Runde noch sehr zufrieden war, bekam er in Runde zwei offensichtlich Angst vor der eigenen Courage und reduzierte das Tempo. Und obwohl er auf dem letzten Kilometer die Wattleistung noch einmal verbessern konnte, gelang es ihm nicht mehr, in die vorderen Ränge zu fahren. Nach 26:32.24 Minuten landete er auf dem siebten Rang. „Insgesamt ist es ein gutes Resultat, das zeigt, dass noch viel Luft nach oben ist. Bei der WM werde ich es noch besser machen“, kündigte Bäumann an, der, ebenso wie Merklein, die professionelle Leistungsdiagnostik und Trainingsplanung in der „Medaillenschmiede“ von Dr. Ralf Lindschulten in Hannover für seine Erfolge nutzt.
Straßenrennen
Mit Wut im Bauch musste Vico Merklein beim Straßenrennen über 66,4 Kilometer zwei Tage später erkennen, dass der eigene Erfolg nicht ausschließlich von der eigenen Leistungsfähigkeit abhängt. Lange Zeit bildete Merklein mit dem späteren Sieger Joel Jeannot (Frankreich) einen Teil der Führungsgruppe. Solange, bis der Italiener Mauro Cratassa sich einreihen wollte und zwar so ungeschickt, dass er den Nendorfer am Hinterrad touchierte und ihm insgesamt sechs Speichen seines Hinterrades brach. Der Versuch, das Rennen trotz dieses massiven Defektes fortzusetzen, scheiterte jedoch am Material, und Merklein gab vorzeitig auf. „Seine Topform, die er schon im Zeitfahren unter Beweis gestellt hat, hätte für den Sieg reichen können“, ärgerte sich auch der Coach.
Auch Stefan Bäumanns Straßenrennen wurde durch äußere Umstände beeinträchtigt. Ein Auto, dass in der schwierigsten Kurve stand, ließ ihn gezwungenermaßen das Tempo reduzieren. Auch Bäumann hatte bis dahin den Anschluss an die Führungsgruppe gehalten, musste nun aber abreißen lassen. „Mein Fehler war, dass ich nicht auf die Verfolgergruppe gewartet und versucht habe, mit ihnen zusammen wieder aufzuschließen, sondern zu lange allein gefahren bin“, berichtete Bäumann. Am Ende konnte er die notwendige Energie nicht mehr aufbringen, sich an die fünfköpfige Verfolgergruppe anzuschließen. Das Resultat: Platz zehn nach 1:49:30 Stunden und einem Abstand von über 16 Minuten auf den Sieger.
Fazit
„Das Straßenrennen war eine misslungene Generalprobe, was für die Weltmeisterschaften vom 28. bis 31. August hoffen lässt. Glücklicherweise hatten die Missgeschicke nichts mit der Fitness meiner Athleten zu tun“, sagte Dr. Ralf Lindschulten. Insgesamt habe der Weltcup allerdings gezeigt, dass die WM-Vorbereitung gut gelaufen ist und alle seine Athleten, darunter Svetlana Moshkovich (Russland, WH3), Jennette Jansen (Niederlande, WH4), Brendon Stratton (Neuseeland, MH3), Kim Klüver Christiansen (Dänemark, MH3), Johan Reekers (Niederlande, MH4), in bestechender Form sind. „Jetzt müssen nur noch Kleinigkeiten optimiert werden“, sagte der Coach und bedauerte, dass Bernd Jeffré (GC NendorfTeam BEB) krankheitsbedingt nicht am Weltcup teilnehmen konnte.
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