Home Trainingsplanung Leistungsdiagnostik Gesundheitsmanagement

Bestimmung der submaximalen Trainingsbereiche

In loser Folge möchte ich an dieser Stelle meine Testmöglichkeiten darstellen.

Das erste Testverfahren ist der Klassiker unter den Tests in der Leistungsdiagnostik – der Laktatstufentest.

Dieses Testverfahren wird  im Labor oder als Feldtest (meistens auf der 400 Meter-Bahn) durchgeführt. Ich möchte im Folgenden die Variante im Labor vorstellen. Der Laktatstufentest eignet sich für Radsportler/innen und Handbiker/innen sowie Läufer/innen.

Der Laktatstufentest wird anhand des folgenden Protokolls durchgeführt:

Der Test beginnt bei einer niedrigen Eingangsbelastung. Darauf folgt alle 5 Minuten eine Steigerung der Belastung/Geschwindigkeit bis zur subjektiven Erschöpfung. Die Eingangsbelastung wird individuell nach der Leistungsfähigkeit der Athleten gewählt. Um zu gewährleisten, dass die Laktatkonzentration innerhalb der einzelnen Stufen einen Steady-State erreicht, arbeite ich mit einem fünfminütigen Belastungszeitraum. Diese Zeitspanne orientiert sich an den Untersuchungsergebnissen verschiedener Studien zur Bestimmung von Schwellenkonzepten, welche eine Stufenlänge von fünf bis zehn Minuten empfehlen.

Am Ende jeder Stufe wird aus dem Ohrläppchen Blut zur Bestimmung der Laktatkonzentration entnommen. Anhand der gemessenen Laktatwerte und Herzfrequenzwerte können mehrere physiologische Rückschlüsse gezogen werden:

  • Leistung/Geschwindigkeit bei verschiedenen metabolischen Zuständen
  • Trainingsbereiche im submaximalen Bereich
  • Mögliche Zielzeit beim Marathon- oder Halbmarathonlauf 
  • Anaerobe Mobilisation im maximalen Bereich
  • Veränderung der Leistung/Geschwindigkeit im Zeitverlauf

Mit einer gleichzeitig laufenden Spirometrie (wird demnächst genauer beschrieben) lassen sich zusätzliche Rückschlüsse auf den Kalorienverbrauch und die aerobe Kapazität ziehen.

  

Tags:



Dr. Ralf Lindschulten | Leisewitzstr. 43 | 30175 Hannover | Telefon: 0511 - 70011210